Für die meisten Menschen (der westlichen Welt) gibt es keinen Grund ihren Lebensstil zu ändern, sich Gedanken zu machen. „Uns geht’s doch gut!“

Dazu kommt, dass der Mensch in seiner Großherrlichkeit und Selbstüberschätzung, seine Lebenswirklichkeiten gerne je nach Bedarf entsprechend zusammenzimmert:

Klimakatastrophe? …so what! Unendliches Wirtschaftswachstum / unermesslicher Wohlstand? …na logo!

Aber Fakt ist: Der Mensch ist endlich. Wir werden eines Tages sterben.

Philosophie

Und die Qualität unseres Lebens wird definitiv nicht in Euro auf dem Konto oder Hausbesitz gemessen. Das spüren wir mitten im Leben stehend, in Form von Stress und Leere; oder im Alter, wenn wir unter der Einsamkeit leiden.

Die Qualität unseres Lebens bemisst sich also in der Qualität unseres sozialen Wirkens und unserer Beziehungen. Sprich: Haben wir uns Zeit für unsere Kinder genommen? Stand die Tür für unsere alten Eltern auch dann noch offen als es mühsam wurde? Waren wir für unsere Freunde da als sie uns brauchten? Haben wir – außer Shoppen gehen, Filmchen gucken und und ein Reiseziel nach dem anderen abhaken – überhaupt gelebt?

Die Sehnsucht nach den wirklich wichtigen Dingen im Leben eines Menschen ist so groß, dass selbst ehemals knallharte, auf Profit gebügelte Topmanager, Vorstandsvorsitzende, etc. irgendwann den Drang zur Läuterung verspüren. Sie gründen dann, nach dem das Alter, die Pensionierung oder ein Schicksalsschlag das erste Stopschild eingeschlagen hat, sozial engagierte Stiftungen, die das Gegenteil von dem predigen, was im früheren Leben richtig war…

Hier könnte man erwidern: Besser spät als gar nicht. Problem nur: Die Kultur des Hyper-Konsumismus – des Alles, Immer und Noch Mehr – verbraucht (und zerstört letztendlich) die Zukunft derjenigen, die das Pech haben, später geboren zu werden. Betroffen sind also die, die nach uns kommen.

Fakt ist somit: Ein jedes Mehr an Konsum (für uns heute) bedeutet ein Weniger an Lebensqualität für unsere Kinder (morgen). Früher oder später wird also jedem Menschen bewusst, dass wir soziale Wesen sind. Und die großen Momente in unserem Leben immer die rein zwischenmenschlichen Ereignisse waren (und sein werden).